Was ist "Struktureller Ausfall"?

Der "strukturelle Ausfall" ist die Differenz zwischen der Anzahl der Lehrerstunden, die einer Schule zustehen und den tatsächlich zugewiesenen Lehrerstunden. Die der Schule zustehenden Lehrerstunden errechnen sich nach einem komplizierten Schlüssel, in den die Anzahl der Schüler, Anzahl der Klassen und Differenzierungen (ev/kath Religion, altsprachlich, Sport für Mädchen/Jungen u.ä.) eingehen. Die zustehenden Stunden sollen in der Regel zur Abdeckung der Stundentafel ausreichen. Die zugewiesenen Lehrerstunden errechnen sich aus der Anzahl der Lehrer und deren Deputat, zuzüglich der Hälfte der ZAG-Stunden. Das Deputat beträgt bei einem vollzeitbeschäftigten Gymnasiallehrer 24 Stunden je Woche plus eine halbe ZAG-Stunde. Der strukturelle Ausfall ist somit nur ein Vergleich von Planzahlen. Die Aussagekraft der für den strukturellen Ausfall genannten Zahlen ist gering. Das Bildungsministerium räumt dies mittlerweile ein und spricht jetzt nicht mehr vom strukturellen Ausfall, sondern vom "Versorgungsgrad", der für die Gymnasien ca. 97% betragen soll. Der Ausfall wäre demnach 3%.

Der strukturelle Ausfall bewirkt, dass oft von den Schulen Differenzierungen nicht angeboten werden können oder Kurse mit kleinen Lerngruppen nur vier statt fünfstündig abgehalten werden. Die dadurch entstehende Minderversorgung ist nicht immer zahlenmäßig gleich mit dem strukturellen Ausfall.