Februar 2017

Schulstatistiken:  
Ministerium für Bildung
: Welche Daten gibt es?

Strukturelle Unterrichtsstatistik für das Schuljahr 2016/2017
Januar 2017: Schulscharfe Zahlen, abs und bbs

PES - temporärerer Unterrichtsausfall - Schuljahr 2015-2016 - Stichtag 15.7.2016
Januar 2017: Schulscharfe Zahlen aller PES-Schulen

Für die Gymnasien hier noch einige Berechnungen des Philologenverbandes zu den Statistiken:

-- Aus der Landtagsvorlage zum strukturellen Unterrichtsausfall im Schuljahr 2016/17 ergibt sich für die Gymnasien, dass hier bei der Soll-Ist-Differenz insgesamt 116,2 Vollzeitstellen fehlen.

-- Aus dem Landtagsbericht zur temporären Unterrichtsversorgung an den PES-Schulen im Schuljahr 2015/16 ergibt sich, dass insgesamt 175.111 Stunden an den Gymnasien nicht reguliert werden konnten, die somit also als temporärer Unterrichtsausfall zu Buche schlagen.

-- Bei 39 Schulwochen insgesamt und einem Regelstundendeputat von 24 Stunden bräuchte man also insgesamt rund 187 Vollzeitstellen, um diesen restlichen Ausfall noch auffangen zu können.

-- Alles in allem fehlen an den Gymnasien also gut 303 Vollzeitstellenbei 151 Gymnasien wären das genau 2 Vollzeitlehrerstellen pro Schule!


September 2016

Stellenabbau im Bildungsbereich

20.9.2016, PM BM
Mittel konzentrieren und gezielt investieren - Zukunftsfähigkeit durch strukturelle Weiterentwicklung des Bildungsangebotes
"....Abbau von 310 Stellen ab dem Schuljahr 2017/2018 - verteilt auf vier Jahre, keine Einsparungen an der Unterrichtsversorgung (UV) - 100%ige UV wird weiter angestrebt, Konzept zur Kooperation benachbarter gymn. Oberstufen - Sollten die Schülerzahlen es erfordern, werden auch künftig neue Stellen geschaffen...."

20.9.2016, swr-Landesschau
In ihrem Koalitionsvertrag haben SPD, FDP und Grüne beschlossen, bis zum Jahr 2020 im Landesdienst 2.000 Stellen zu streichen. Zwei Bereiche wird es besonders hart treffen.
".....Besonders betroffen ist der Bildungsbereich: Dort soll es 310 Stellen weniger geben. An welchen Schulen genau wie viele Stellen eingespart werden sollen, steht noch nicht fest. Laut Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) wird die Unterrichtsversorgung durch den Stellenabbau nicht gefährdet. Die Landesregierung strebe weiterhin eine einhundertprozentige Unterrichtsversorgung an. Hubig verwies auf 270 neue Lehrerstellen, die in diesem Jahr geschaffen worden seien.

21.9.2016, PM PhV
Die Gymnasien haben nichts zu verschenken“: Philologenverband sieht Sparpläne der Landesregierung als potentielle Bedrohung für gymnasiale Bildung

26.9.2016, PM LEB
Landeselternbeirat entsetzt über Sparpläne

 

aus dem Landtag:  Ausschuss für Bildung
30.8.2016, Einladung
TOP 6:Einstellungssituation von Lehrkräften und Situation der Vertretungslehrkräfte zum Schuljahr 2016/2017
TOP 9: Einstellungssituation an den rheinland-pfälzischen Schulen
Sprechvermerk Ministerin Hubig zu TOP 6 und TOP 9


Kleine Anfragen
- Drs. 17/574: Reduzierung der Klassenmesszahlen in der Orientierungsstufe von Gymnasien und Gesamtschule
"......Die Entscheidung, die Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen auf 25 zu reduzieren, kann erst getroffen werden, wenn die Entwicklung der Schülerzahlen dies zulässt. Dies ist derzeit nicht absehbar."

- Drs 17/606: Beschäftigung von Vertretungslehrkräften über die Sommerferien
"......2 361 Vertretungsverträge haben eine Laufzeit bis zum letzten Schultag vor den Sommerferien. 1 138 Vertretungsverträge haben eine Laufzeit über die Sommerferien hinaus....."

 

PES   alle Infos dazu unter FAQ
Temporäre Unterrichtsversorgung 1. Schulhalbjahr 2015/2016, Stichtag 31.01.2016

30.09.2016, PM PhV, Zur aktuellen Statistik über den Unterrichtsausfall: Philologenverband fordert zusätzliche Stellen statt Bildungsabbau an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen

August 2016

4. August 2016:
Offener Brief an Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig - von Mitgliedern des Landeselternbeirats

Zum Schuljahresstart 2016/2017 - Pressemitteilungen

25.08.2016 | PM Bildungsministerium zum Schuljahresstart 2016/2017  und Schuljahresstart_Weitere_wichtige_Neuerungen.pdf

Zukunft gestalten – Schulen weiterentwickeln
Rund 1.100 Lehrkräfte für gute Unterrichtsversorgung neu eingestellt 

Auszug PM:
„Für das aktuelle Schuljahr werden rund 1.100 junge Lehrerinnen und Lehrer neu in den rheinland-pfälzischen Schuldienst eingestellt, etwa 80 davon zum Einstellungstermin der berufsbildenden Schulen am 1. November. 270 Stellen wurden für das Schuljahr 2016/2017 neu geschaffen. Damit sichern wir an unseren Schulen weiterhin gute Rahmenbedingungen“, betonte Stefanie Hubig. Außerdem wird der Vertretungspool im 2. Schulhalbjahr um 200 Beamtenstellen auf 1.000 Vollzeitstellen ausgebaut.

Die Gymnasien verzeichnen einen Rückgang um rund 2.500 Schülerinnen und Schüler, insbesondere aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge an einigen G8GTS-Gymnasien. „Das Gymnasium bleibt nach wie vor eine zentrale Säule unseres Schulsystems. Gymnasiallehrkräfte haben in Rheinland-Pfalz unverändert gute berufliche Perspektiven“, betonte Hubig. Insgesamt wurden mehr als 270 Gymnasiallehrerinnen und -lehrer neu eingestellt. Viele davon haben eine Stelle an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) erhalten, da dort die Schülerzahl aufgrund noch aufwachsender Schulen voraussichtlich um rund 2.300 Schülerinnen und Schüler steigt. 

Viele = 200 (Quelle: Rheinpfalz am 26.8.2016)
"....Lehrerverbände hatten kritisiert, dass im neuen Schuljahr lediglich 270 Gymnasiallehrer eingestellt werden. Rund 200 von ihnen werden in den Gesamtschulen eingesetzt. Um wie viel die Anzahl der Lehrkräfte an den Gymnasien zurückgehen wird, sagte Hubig gestern nicht....."

25.08.2016, PM CDU zur Pressekonferenz der Bildungsministerin
Einstellungssituation weiterhin unbefriedigend

29.08.2016, PM CDU zum Beginn des Schuljahres
Ohnehin angespannte Personallage hält mit Aufgabenzuwachs nicht Schritt

30.08.2016, PM SPD zum Beginn des Schuljahres
Der Schuljahresbeginn zeigt: Die neue Ampel-Koalition setzt einen klaren Schwerpunkt auf die Bildungspolitik

29.08.2016, PM PhV zum Beginn des Schuljahres
Zum Besuch der Bildungsministerin am Gutenberg-Gymnasium in Mainz: Philologenverband begrüßt Zeichen der Wertschätzung und mahnt dringende Verbesserungen für die Bildung an

PhV-Forderungen an die Bildungsministerin:
• Reduzieren Sie den Unterrichtsausfall an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen und gewähren Sie unseren Schülerinnen und Schülern eine volle Unterrichtsversorgung mit qualifizierten Lehrkräften.
• Unterstützen Sie die pädagogische Arbeit der Kolleginnen und Kollegen mit einer zusätzlichen Planstelle für jedes der 150 Gymnasien im Land.
• Erschweren Sie nicht länger unser auf Kontinuität ausgerichtetes pädagogisches Wirken, sondern machen Sie die vielen Abordnungen, die massive Unruhe an den Schulen erzeugen, rückgängig.
• Sorgen Sie für einen Personalpuffer an den Gymnasien, damit wir die Ressourcen für die Kompensation kurzfristigen Unterrichtsausfalls zur Verfügung haben.
• Veranlassen Sie die von Ihrer Vorgängerin versprochene Senkung der Klassenmesszahlen. Mehr als 25 Schülerinnen und Schüler in einer Lerngruppe beeinträchtigen den Lernerfolg.
• Benachteiligen Sie die gymnasialen Referendare nicht länger gegenüber den Rechtsreferendaren und kehren Sie zurück zu einem zweijährigen gymnasialen Referendariat, das den enormen pädagogischen Herausforderungen der Zukunft gerecht wird.